Pickleball begeistert, verbindet und ist schnell erlernbar – genau diese Stärken machen die Trendsportart zu einem idealen Einstieg in den Rückschlagsport. In Vorarlberg wird seit Herbst 2025 systematisch daran gearbeitet, Pickleball im Schulsport zu verankern. Das Projekt von PFA-Mitgliedsverein Pickleball Vorarlberg trägt den Titel „From Grassroots to the Olympickle Dream“ und zeigt eindrucksvoll, wie Schule, Community und Vereinssport nachhaltig miteinander verbunden werden können.
Nach einer Pilotphase ab Oktober 2025 startete im Jänner 2026 im Rahmen von Vorarlberg >> bewegt die offizielle Umsetzung. Seither wurden bereits über 160 Unterrichtseinheiten mit über 1.300 Schüler:innen durchgeführt. In der vorbereitenden Pilotphase kamen zusätzlich 32 Unterrichtseinheiten mit 233 Schülerinnen und Schülern an fünf Schulen dazu.
Damit wurden innerhalb weniger Monate bereits mehr als 1.500 Kinder und Jugendliche direkt erreicht. Weitere Unterrichtseinheiten sind landesweit vorbereitet – das Projekt wächst laufend weiter.
Gespielt wurde Pickleball bereits an Volksschulen, Mittelschulen, Gymnasien, Praxisschulen sowie im Rahmen von Lehrerfortbildungen. Vorarlberg dient dabei bewusst als Pilotregion für ein Modell, das auch in anderen Bundesländern Schule machen kann.
Warum Pickleball ideal für den Schulsport ist
Pickleball ist einfach zugänglich, macht sofort Spaß und funktioniert hervorragend im Klassenverband. Gerade im schulischen Alltag zeigt sich, wie schnell Kinder und Jugendliche ins Spiel finden – unabhängig von sportlicher Vorerfahrung, Alter oder Leistungsniveau.
Der pädagogische Schwerpunkt des Projekts liegt auf:
Integration · Inklusion · Gleichstellung
Pickleball eignet sich besonders gut für heterogene Gruppen, lässt in Schulturnsälen umsetzen und benötigt keine aufwendige Infrastruktur. Gleichzeitig spricht die Sportart Mädchen besonders gut an und ermöglicht gemischten Gruppen schnelle Erfolgserlebnisse.
Für Lehrpersonen ist Pickleball ebenfalls attraktiv: Die Regeln sind einfach, die Spielformen schnell erklärbar und die ersten Unterrichtseinheiten können mit geringem Aufwand umgesetzt werden.
Unterrichtsmaterial und Lehrer-Tutorial als Einstiegshilfe
Damit Schulen Pickleball nicht nur kennenlernen, sondern auch eigenständig weiterführen können, wurden im Rahmen des Projekts spezielle Unterrichtsbausteine entwickelt und erprobt.
Dazu zählen robuste Schulschläger, farbcodierte Schulbälle, mobile Netzlösungen, QR-basierte Spielideen, kompakte Unterrichtsformate und ein Lehrer-Tutorial für den direkten Einsatz im Turnunterricht. Teilnahme-Urkunden sorgen zusätzlich für Motivation und machen den Einstieg in das Projekt für Schülerinnen und Schüler sichtbar.
So entsteht eine einfache, praxisnahe Struktur, mit der Pickleball langfristig im Schulalltag verankert werden kann.
„Die Begeisterung ist sofort spürbar“
Projektleiter Oliver Baltzer sieht im Schulprojekt einen wichtigen Schritt für die Entwicklung von Pickleball in Österreich:
„Unser Ziel ist es, Pickleball dort sichtbar und erlebbar zu machen, wo Begeisterung für Sport entsteht: in der Schule. Die Erfahrungen aus Vorarlberg zeigen, dass Pickleball Kinder und Jugendliche sehr schnell erreicht, Lehrpersonen unkompliziert in die Umsetzung bringt und gleichzeitig eine Brücke in Richtung Vereinssport schlagen kann. Genau dieses Zusammenspiel macht das Projekt so wertvoll für die weitere Entwicklung von Pickleball in Österreich.“
Oliver Baltzer, Präsident Pickleball Vorarlberg und Projektleiter „From Grassroots to the Olympickle Dream“
Von der Schule in den Verein
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der Übergang vom ersten Kontakt im Unterricht hin zu regelmäßigen Spielmöglichkeiten. Genau hier setzt das School-to-Club-Modell an.
Parallel zum Schulprojekt findet wöchentlich der Pickleball Social Club in der Messehalle Dornbirn statt. Das offene Spielangebot richtet sich an Erwachsene, Eltern, Lehrpersonen, Seniorinnen und Senioren sowie Einsteigerinnen und Einsteiger. Dadurch entsteht eine direkte Verbindung zwischen Schule, Familien, Community und Vereinssport.
Mit dem Ländle Cup wird zusätzlich ein regionales Spielformat aufgebaut, das Schülerinnen und Schülern nach den ersten Unterrichtserfahrungen eine sportliche Perspektive eröffnet. So wird Pickleball nicht nur einmalig ausprobiert, sondern kann Schritt für Schritt weiterentwickelt werden – vom Schulturnier bis zum Vereinsspiel.
Train-the-Teacher: Der Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung
Damit Pickleball langfristig wachsen kann, setzt das Projekt auf einen modularen Train-the-Teacher-Ansatz. Lehrpersonen werden dabei befähigt, Pickleball selbstständig im Unterricht einzusetzen.
Das ist ein entscheidender Faktor für die Skalierung: Je mehr Lehrpersonen Pickleball sicher vermitteln können, desto mehr Schulen können erreicht werden. Aus einzelnen Projektterminen entsteht so eine nachhaltige Struktur für den österreichischen Schulsport.
Vorarlberg als Modell für Österreich
Das Projekt in Vorarlberg zeigt, wie Pickleball mit einfachen Mitteln, klarer Struktur und viel Begeisterung in Schulen, Vereine und regionale Communities gebracht werden kann. Die Erfahrungen aus dem Ländle sollen nun auch anderen Regionen als Vorbild dienen.
Gesucht werden Schulen, die Pickleball im Unterricht ausprobieren möchten, Vereine, die Nachwuchsstrukturen aufbauen wollen, Regionen mit Interesse an Pilotstandorten sowie Partner für Lehrerfortbildungen im Rückschlagsportbereich.
Jetzt mitmachen
Du möchtest Pickleball an deine Schule, in deinen Verein oder in deine Region bringen? Dann melde dich beim Projektteam und werde Teil von „From Grassroots to the Olympickle Dream“.
Kontakt:
Oliver Baltzer
Präsident Pickleball Vorarlberg
Projektkoordination „From Grassroots to the Olympickle Dream“
School-to-Club-Transfer Pickleball Österreich
E-Mail: oliver@pickleball-vorarlberg.at
Telefon: +49 176 24171394





